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Auf der Rennstrecke

Tipps & Tricks wie der gelegentliche Rennstreckenfahrer sein Fahrzeug vorbereitet, wie man am Trackday viel profitieren kann und was man beachten sollte.

Vorbereitung

  • Motorenöl aufs Maximum auffüllen oder ein bisschen darüber, damit die Ölversorgung auch bei höheren Querbeschleunigungen gewährleistet ist.
  • Evtl kurzer „Race-Check“ bei Garage machen lassen.
  • Einpacken: Helm (und evtl. Haube & Handschuhe) sowie Reifen-Luftdruck-Messgerät und 12 Volt Pumpe.
  • Für längere Stints (mehrere schnelle Runden) und schwerere Fahrzeuge (> 1000 kg): hitzebeständigere Sportbremsbeläge sowie Semislickradsatz montieren.

Am Trackday

Material und Pausen

  • Nach den ersten schnellen Runden den jetzt erhöhten Reifen-Luftdruck absenken. Vorsicht (markenspezifisch): kühlt der Reifen zwischenzeitlich etwas ab, kann dies zu einer Fehlermeldung führen, welcher die Sportprogramme deaktiviert und/oder die Leistung drosselt.
  • Regelmässig Pausen einlegen (für Fahrer und Fahrzeug).
  • Am Ende vom Stint immer mindestens eine komplette Rund „kaltfahren“. Bremsen, Turbo etc. müssen abkühlen bevor das Auto geparkt wird.

Verhalten auf der Rennstrecke

  • Du fährst immer auf der Ideallinie (keine unvorhersehbare Spurwechsel oder Bremsmanöver), ausser wenn du gerade selber überholst. Anders gesagt: Das schnellere Fahrzeug ist verantwortlich für den Überholvorgang und muss dazu die Ideallinie verlassen.
  • Im Hobby-Bereich gibts oft die Regel, dass nur auf der Geraden überholt werden soll. Nimm in diesem Fall in der Geraden evtl. sogar etwas Gas zurück, damit das schnellere Fahrzeug passieren kann.
  • Darf auch in der Kurve überholt werden und ein aufgeschlossenes Auto steht schon fast neben dir, dann überlasse dem schnelleren Fahrzeug die Ideallinie.

Fahrtipps „Kurven fahren“

  • „Rössli immer an die Leine nehmen“ resp. immer eine Kraft aufs Fahrzeug ausüben.
    • vor der Kurve (hart) anbremsen bis zum Einlenkpunkt
    • Bremse langsam lösen und einlenken
    • Geschwindigkeit halten, aber noch nicht beschleunigen bis zum Scheitelpunkt (braucht viel Geduld)
    • kontinuierlich beschleunigen ab dem Scheitelpunkt resp. sobald Steuerrad wieder geöffnet werden kann
  • Bei S-Kurven/Kurvenkombinationen (zB rechts und dann sofort links): beim Zurücklenken die Steuerradbewegung in der Mittellage kurz unterbrechen/anhalten. Damit wird der Ausfedervorgang von der ersten Kurve aufgefangen und das Heck schwingt sich nicht auf (Tipp von Marcel Fässler). Oft lernt man auch „schnell einlenken und langsam zurücklenken“ oder „bau bei Kurvenkombinationen zwischen den Kurven eine kurze Gerade ein“, was alles das gleiche Ziel verfolgt.
  • Tipps und Tricks von den erfahrenen Piloten aufnehmen oder auch mal die Ideallinie von anderen Fahrer kopieren.

Fahrwerk-Setup: ein paar einfache Regeln

  • Die Achse mit der härteren Druckstufe reagiert zuerst
  • Das Handling der Achse verbessert sich mit zunehmender Zugstufe zu Lasten des Grip’s
  • Beispiel: eine härtere Druckstufe an der VA oder eine härtere Zugstufe an der HA gehen in Richtung Übersteuern.

Nach dem Trackday

  • Luftdruck der abgekühlten Reifen wieder anpassen resp. erhöhen
  • Strassenreifen und Strassenbremsbeläge montieren
  • Evtl kurzer „Race-Check“ bei Garage machen lassen

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